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So erreichen Last-Mile-Fuhrparks durch integrierte Daten eine Elektrifizierung von bis zu 100%

Jaime Maqueda Alonso

29. Aug. 2025

Ein Zusteller entlädt Kartons aus einem Transporter.

Bei Last-Mile-Fuhrparks liegt der Fokus von ersten Elektrifizierungsprogrammen grundsätzlich auf Maßnahmen, die leicht umzusetzen sind: Transporter, die jede Nacht im selben Depot parken, mit vorhersehbaren, kurzen Routen. Auch wenn dies einen erheblichen Teil Ihres Fuhrparks ausmacht, kann die Skalierung der Einführung von Elektrofahrzeugen auf bis zu 100 % dennoch eine große betriebliche Herausforderung darstellen. Besonders komplex ist es, die erforderliche Ladeinfrastruktur für diese Fahrzeuge aufzubauen und dafür zu sorgen, dass diese effizient und kostengünstig genutzt wird und gleichzeitig die Geschäftskontinuität aufrechterhalten wird.  

 

In diesem Blog-Artikel gehen wir darauf ein, wie Last-Mile-Flotten ihren Weg zu einer vollständigen Elektrifizierung mithilfe von Erkenntnissen aus integrierten Fuhrpark- und Ladedaten reibungsloser gestalten können. 

Den Ladebedarf Ihrer vorhandenen Elektrofahrzeuge minimieren

Wenn Sie die Anzahl der Elektrofahrzeuge erhöhen möchten, die pro Standort aufgeladen werden können, ist es entscheidend, die Auslastung der Ladeinfrastruktur im Depot zu senken. Durch Schulungen zu umweltschonendem Fahren kann nicht nur die Reichweite von Elektrofahrzeugen verbessert werden, sondern auch gewährleistet werden, dass Fahrzeuge mit einem höheren Batterieladestand in das Depot zurückkehren und somit vor der nächsten Schicht entsprechend kürzer geladen werden müssen. Fuhrparkmanager können dann die Energieeffizienz ihrer Fahrer aktiv überwachen und ihnen zusätzliche Schulungen anbieten, falls sie unter die Fuhrpark-Benchmarks fallen. 

 

Erfolgsgeschichte von Geotab – Energieeffizienzschulung ermöglicht Senkung des Ladebedarfs

Mithilfe von Daten zur Energieeffizienz der einzelnen Fahrer konnte die Geschäftsführung bei bpost weniger effiziente Fahrer schulen, die Reichweite ihrer Elektrofahrzeuge verbessern und die Ladefrequenz reduzieren.  

Der Fahrer musste verstehen, dass das energieeffiziente Fahren eines Elektrofahrzeugs sich von einem Verbrennungsmotor unterscheidet. Durch datengestützte Schulungen gewannen die Fahrer zudem an Vertrauen in die Reichweite ihrer Elektrofahrzeuge und verstanden, dass diese ausreichen würde, um ihre Routen abzuschließen, selbst wenn sie den Tag nicht mit einer vollständig geladenen Batterie begonnen hatten. 

 

 

 

 

 

 

Unnötige Ladevorgänge durch die Integration von Telematik- und Ladeverwaltungssystemen vermeiden

 

Die effiziente Skalierung von Elektrofahrzeugen basiert auf der nahtlosen Integration Ihrer Fuhrpark-Telematiklösung und dem Lademanagementsystem (CMS). Dies hilft Ihnen, das Laden zu Stoßzeiten zu vermeiden, Lasten auszugleichen, um eine Überlastung des Standorts zu verhindern, und das Aufladen zu koordinieren, um die Nutzung des Ladegeräts zu optimieren und sicherzustellen, dass alle Fahrzeuge bei Bedarf einsatzbereit sind. 

 

Das CMS berechnet die genaue Ladungsmenge, die jedes Fahrzeug für die Route des nächsten Tages benötigt. Dafür analysiert es die Einblicke aus den vernetzten Fahrzeugen und berücksichtigt dabei den aktuellen Ladezustand (SOC), die durchschnittliche Energieeffizienz des Fahrpersonals und die Reichweitenanforderungen der nächsten Schicht. 

 

Bei einem Last-Mile-Betrieb mit einheitlichen Routen können dadurch alternierende Ladepläne erstellt werden, bei denen ausgewählte Fahrzeuge nur alle zwei oder drei Tage geladen werden müssen. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Bedarf an Ladeinfrastruktur weiter zu reduzieren.    

 

Erfolgsgeschichte von Geotab – Reduzierung des Infrastrukturbedarfs durch alternierende Ladevorgänge

Mithilfe der umfangreichen Daten zu Entfernungen und Reichweiten von Elektrofahrzeugen sowie der Live-Überwachung des Akkuladezustands konnte das Nachhaltigkeits-Managementteam von bpost genau beurteilen, wie oft jedes Fahrzeug aufgeladen werden muss. So war es in der Lage, ein alternierendes Ladesystem aufzustellen und den Strombedarf am Standort deutlich zu senken. Einige Fahrzeuge werden jetzt nur noch alle 2, 3 oder sogar 4 Tage aufgeladen, wobei man sich stets darauf verlassen kann, dass die Fahrzeuge ihre Routen sicher abschließen können. Die Verbindung der Ladevorgänge mit den Routendaten ermöglichte dynamische Routenpläne, die die passenden Fahrzeuge den richtigen Routen zuordneten, basierend auf ihrer verbleibenden Reichweite. 

 

 

 

 

 

 

Externe Standorte für Standzeiten, um den Ladebedarf für das Depot zu reduzieren

Einige Fuhrpark-Telematiklösungen verfügen über eine Funktion zur Analyse der Verweildauer von Fahrzeugen sowie über Heatmaps, die die Standorte zeigen, an denen Fahrzeuge des Fuhrparks im Laufe eines Tages immer wieder verweilen. Durch eine Kombination dieser Heatmaps können Fuhrparkmanager erkennen, wo öffentliche Infrastruktur genutzt oder wo eine Ladestation an einem Kundenstandort installiert werden könnte, um die Reichweite zu vergrößern und den Strombedarf besser über den Tag zu verteilen. Halten mehrere Fahrzeuge regelmäßig eine Stunde am Tag an einem bestimmten Ort an, könnte ein 22-kW-Ladegerät dazu beitragen, den Ladeplatzbedarf im Depot zu minimieren.

Photovoltaik und Batteriespeicher integrieren

Da in Fuhrparks immer mehr Fahrzeuge aufgeladen werden müssen, wird es immer wichtiger, Solarpanels in die Ladeinfrastruktur zu integrieren und damit eine ausreichende Batteriekapazität vor Ort zu erreichen. Fuhrparkmanager können auch Vehicle-to-Grid-Technologien in Betracht ziehen, bei denen Elektrofahrzeuge bei Rückkehr in das Depot als mobile Energiespeicher genutzt werden. Diese Optionen erfordern eine vollständige Datenintegration zwischen dem Telematiksystem des Fahrzeugs, der Ladeinfrastruktur und der Ladungsmanagement-Software, um zu beurteilen, wie die Fahrzeugakkus als Teil der Infrastruktur genutzt werden können und wie die Infrastruktur die Fahrzeuge am besten unterstützen kann.

Zukunftsfähige Fuhrparks sind datengestützt

Die Planung für einen vollständig elektrischen Fuhrpark ist eine Reise, mit Erkenntnissen bei jedem Schritt, die wiederum den nächsten Schritt beeinflussen. Mit einem vollständig integrierten System, bei dem Telematikdaten der Fahrzeuge mit der Lademanagement-Software sowie der Ladeinfrastruktur verknüpft sind, können Last-Mile-Fuhrparks fundiertere Entscheidungen treffen und ihren Weg zur Elektrifizierung mit Zuversicht verfolgen. 

 

 

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Jaime Maqueda Alonso

Marketing Coordinator, Europe

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