Geotab-Studie deckt Nachlässigkeit bei Ladungsdiebstahl auf – trotz hoher Fallzahlen
Neue Geotab-Studie: Deutsche Flotten unterschätzen das Risiko von Ladungsdiebstahl. 75 % der Manager sind weniger besorgt, trotz hoher Fallzahlen.
9. April 2026
•Lesedauer: 2 Minuten

75 Prozent der deutschen Flottenmanager sorgen sich weniger um Diebstahl, trotz durchschnittlich 38 Vorfällen pro Jahr und wachsenden Verlusten
Aachen, Deutschland (08.04.2026) – Eine aktuelle Studie* von Geotab, einem führenden Anbieter von vernetzten Transportlösungen, deutet darauf hin, dass europäische Flottenbetreiber trotz anhaltender Verluste und Betriebsstörungen nachlässiger gegenüber Ladungsdiebstahl werden.
In der Umfrage unter mehr als 3.500 Flottenmanagern aus sieben europäischen Ländern gaben 64 Prozent an, dass sie sich heute weniger Sorgen um Ladungsdiebstahl machen als noch vor zwölf Monaten. In Deutschland liegt dieser Wert sogar bei 75 Prozent und wird nur von Italien (81 Prozent) und Frankreich (80 Prozent) übertroffen. Diese sinkende Besorgnis in den meisten Märkten steht in starkem Kontrast zu den gemeldeten Vorfällen: Die von Geotab Befragten gaben an, im vergangenen Jahr durchschnittlich 34 Vorfälle im Zusammenhang mit Ladungsdiebstahl erlebt zu haben (38 in Deutschland), während Branchenzahlen zeigen, dass die Verluste durch Ladungsdiebstahl seit 2022 um 438 Prozent angestiegen sind.
„Ladungsdiebstahl stellt eine ernstzunehmende Bedrohung für die Lieferkettensicherheit, die Arbeitssituation von Fahrern und das Kundenvertrauen dar – dennoch scheinen viele Flottenmanager das Problem nicht ausreichend zu priorisieren“, sagt Fabian Seithel, Associate Vice President, Sales, EMEA bei Geotab. „Während die Täter mit immer ausgefeilteren Methoden vorgehen, können Transportunternehmen dem oft keine wirksamen Maßnahmen entgegensetzen – auch, weil viele hohe Kosten befürchten.“
Die technologische Kluft wächst
Die vorliegende Studie zeigt eine wachsende Diskrepanz zwischen immer raffinierteren Diebstählen und den Technologien, die Flotten zu ihrem Schutz einsetzen. In Europa ist ein Anstieg technisch versierter Diebstähle zu beobachten, der auch den Trend in den Vereinigten Staaten widerspiegelt, dass Kriminelle zunehmend technologische Schwachstellen ausnutzen, um herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen.
Die von Geotab befragten Flottenmanager identifizieren Risiken, die von strategischem Diebstahl über Betrug und Täuschung bis hin zu Diebstahl durch Insider und Straßenraub reichen. Dennoch wird keine einzige Sicherheitstechnologie konsequent in großem Maßstab in europäischen Flotten eingesetzt.
Während der Einsatz von Kameras europaweit mit 27 Prozent die am häufigsten genannte Präventionsmaßnahme ist, bleibt die Akzeptanz anderer bewährter Instrumente wie Echtzeit-Trailer-Tracking, sensorgestützte Warnmeldungen und verifizierte Fahreridentifizierung vergleichsweise gering. Diese mangelnde Nutzung wird durch die Strategien der Flottenbetreiber noch verstärkt: 22 Prozent der Befragten (in Deutschland wie auch in Europa) geben an, dass sie sich ausschließlich auf ihren Versicherungsschutz verlassen, um Verluste durch Ladungsdiebstahl zu decken. Das deutet auf einen reaktiven Ansatz hin, bei dem die Erstattung Vorrang vor Prävention und Wiederbeschaffung hat. Dadurch bleiben Fahrer, Kunden und Lieferketten ungeschützt und Kosten werden letztlich nachgelagert an die Kunden weitergegeben, beispielsweise durch höhere Versicherungsprämien und Produktpreise.
Nachlässigkeit verschleiert Risiken
Trotz hoher Fallzahlen und eindeutigen betrieblichen Auswirkungen zeigen die Umfrageergebnisse keinen klaren Konsens hinsichtlich Präventions-, Wiederherstellungs- oder Strafverfolgungsstrategien. Größere Flotten melden mehr Vorfälle, äußern jedoch oft weniger Besorgnis, was den zentralen Widerspruch der Umfrage zusätzlich verstärkt.
„Sinkende Wachsamkeit und fragmentierte Sicherheitsansätze schaffen blinde Flecken. Das ist aktuell ein großes Problem, da Ladungsdiebstahl immer organisierter und grenzüberschreitend ausgeführt wird“, fügt Seithel hinzu. „Wir gehen davon aus, dass die Zahlen auch 2026 weiter steigen, da kriminelle Netzwerke aktiver werden. Diese Entwicklung trifft eine Branche, die mit sinkenden Margen und verstärkten Kontrollen von Versicherern und Aufsichtsbehörden zu kämpfen hat. Flottenunternehmen, die es jetzt nicht schaffen, reaktive Sicherheitsstrategien hinter sich zu lassen und zu einem datenbasierten Ansatz überzugehen, riskieren höhere Verluste und mehr Betriebsunterbrechungen. Investitionen in zeitgemäße Sicherheitstechnologie und Fahrertraining sind heute elementar, um Lieferketten zu schützen, Fahrer im Unternehmen zu halten und Folgekosten zu reduzieren, die letztlich die Kunden treffen.“
Weitere Erkenntnisse aus der Umfrage finden Sie im Geotab-Whitepaper ‘Securing the Supply Chain: A 2026 Blueprint For Countering Smarter Theft’, das hier verfügbar ist: https://www.geotab.com/resources/ebook/securing-the-supply-chain/
* Methodik
Geotab beauftragte Opinion Matters mit der Befragung von 3.501 Fachleuten (im Alter von 17+), die für den Betrieb oder die Verwaltung einer Flotte von LKWs oder Transportern zuständig sind, in Großbritannien (500), Deutschland (500), Frankreich (500), den Niederlanden (500), Irland (500), Italien (501) und Spanien (500) zum Thema Ladungsdiebstahl. Die Daten wurden zwischen dem 1. Oktober 2025 und dem 9. Oktober 2025 online erhoben.
Medienkontakt
pr@geotab.com
Über Geotab
Geotab ist ein weltweit führender Anbieter von Lösungen für vernetzte Fahrzeuge und Asset-Management mit Hauptsitzen in Oakville, Ontario, und Atlanta, Georgia USA. Unsere Mission ist es, die Welt sicherer, effizienter und nachhaltiger zu machen. Wir nutzen fortschrittliche Datenanalysen und KI, um die Leistung und den Betrieb von Fuhrparks zu transformieren, Kosten zu senken und Effizienz zu steigern. Unterstützt von führenden Expertinnen und Experten aus den Bereichen Datenwissenschaft und Ingenieurwesen bedienen wir rund 100.000 Kundinnen und Kunden weltweit und verarbeiten täglich 100 Milliarden Datenpunkte von mehr als 5 Millionen Fahrzeugen. Fortune-500-Unternehmen, mittelständische Fuhrparks und die größten Flotten des öffentlichen Sektors der Welt, einschließlich der US-Bundesregierung, vertrauen auf Geotab. Wir verpflichten uns der Datensicherheit und dem Datenschutz und verfügen über FIPS 140-3- und FedRAMP-Zulassungen. Unsere offene Plattform, unser Ökosystem aus herausragenden Partnern und der Geotab Marketplace bieten Hunderte von fuhrparkfertigen Lösungen von Drittanbietern. Dieses Jahr feiern wir 25 Jahre Innovation. Erfahren Sie mehr unter www.geotab.com/de, folgen Sie uns auf LinkedIn oder besuchen Sie unseren Blog.
GEOTAB und GEOTAB MARKETPLACE sind eingetragene Warenzeichen von Geotab Inc. in Kanada, den Vereinigten Staaten und/oder anderen Ländern.
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