6 Wege, um den Leerlauf zu reduzieren und Kraftstoff zu sparen
Reduzieren Sie den Leerlauf Ihrer Flotte: Erfahren Sie 6 praktische Wege, wie Sie durch Telematik Kraftstoff sparen, Wartungskosten senken und die Umwelt schonen.

10. Feb. 2026

Wichtigste Einblicke
- Kosten und Umweltbelastung: Leerlauf verursacht unnötigen Kraftstoffverbrauch, höheren Motorverschleiß sowie schädliche Emissionen für Umwelt und Gesundheit.
- Technologische Kontrolle: Telematik und Routenoptimierung helfen dabei, Leerlaufzeiten in Echtzeit zu überwachen, zu automatisieren und Staus effizient zu umfahren.
Fahrer-Verhalten: Durch gezieltes Coaching und Belohnungen für effizientes Fahren werden unnötige Gewohnheiten abgebaut und die Flotteneffizienz gesteigert.
Für viele kleine und mittelständische Unternehmen ist der Fahrzeugleerlauf ein unsichtbarer Kostenfaktor. Ein laufender Motor im geparkten Zustand mag zunächst nicht weiter schlimm erscheinen. Doch wenn man dies auf eine ganze Flotte hochrechnet, summieren sich diese Minuten schnell zu steigenden Kraftstoff- und Wartungskosten und erhöhten Emissionen.
Untersuchungen zeigen, dass ein Dieseltransporter im Leerlauf je nach Fahrzeuggröße bis zu 3,5 Liter Kraftstoff pro Stunde verbrauchen kann (1) – Kraftstoff, der keinen Wert, keine zurückgelegte Strecke und keine Produktivität erzeugt. Die Reduzierung von Leerlaufzeiten ist eine der schnellsten und einfachsten Möglichkeiten, die Flotteneffizienz zu steigern, Kosten zu senken und Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.
Zudem hat der Leerlauf direkte Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Forschungen belegen: „Leerlauf verursacht Luftverschmutzung und ist meist unnötig“. Konkret „produziert Fahrzeugleerlauf Schadstoffe wie Kohlendioxid, Stickoxide und Feinstaub, die zur Luftverschmutzung und zum Klimawandel beitragen“ (2).
Das bedeutet, dass der Leerlauf die durch Motoremissionen verursachte Luftverschmutzung stark beeinflusst und bekanntermaßen zu vielen Gesundheitsproblemen beiträgt. Wir müssen also handeln und Teil der Lösung werden, indem wir diese unnötigen Fahrgewohnheiten vermeiden (3).
Darüber hinaus kann der Leerlauf dem Fahrzeugmotor schaden. Laut Untersuchungen „bedeutet Leerlauf eine unvollständige Verbrennung, was zu einer Ansammlung von Rückständen im Motor führt und den Verschleiß erhöht“ (4).
Leerlauf mag wie eine Kleinigkeit wirken, aber er verschwendet Kraftstoff, erhöht den Motorverschleiß und treibt die Wartungskosten in die Höhe. Zudem verursacht er unnötige Emissionen, die der Umwelt und der Gesundheit der Bevölkerung schaden. Den Leerlauf zu reduzieren spart Geld, verlängert die Lebensdauer der Fahrzeuge und hilft Ihrem Unternehmen, sauberer und intelligenter zu arbeiten.
Hier sind sechs praktische Wege, um den Leerlauf mithilfe von Flottenmanagement-Technologie zu reduzieren.
1. Leerlauf in Echtzeit erfassen
Der erste Schritt zur Reduzierung von Leerlaufzeiten ist Transparenz. Ohne eine fundierte Datengrundlage sind konkrete Maßnahmen unmöglich. Moderne Telematiksysteme ermöglichen es Ihnen, den Leerlauf in Ihrer gesamten Flotte zu erfassen – und das in Echtzeit.
Mit präzisen Berichten und Dashboards können Sie erkennen, wann und wo Leerlauf am häufigsten auftritt, Trends identifizieren und die Leistung zwischen Fahrern oder Fahrzeugen vergleichen. Diese Transparenz hilft Unternehmen, datengestützte Entscheidungen zu treffen, die zu echten Einsparungen führen.
2. Leerlauf-Richtlinien automatisieren
Sich auf manuelle Kontrollen zu verlassen, ist schwierig und führt zu inkonsistenten Ergebnissen. Mithilfe von Telematiklösungen können Sie Leerlauf-Richtlinien automatisieren, die für Ihre gesamte Flotte gelten.
Legen Sie benutzerdefinierte Grenzwerte für Leerlaufzeiten fest – basierend auf Fahrzeugtyp, konkreten Aufgaben oder Bedingungen – und lassen Sie das System Ausnahmen automatisch zur Überprüfung melden. Einige fortschrittliche Lösungen können sich sogar mit dem Motorsteuergerät (ECM) des Fahrzeugs verbinden, um den Motor nach einer voreingestellten Leerlaufzeit abzuschalten. So wird die Einhaltung der Regeln ohne zusätzlichen Aufwand für die Fahrer sichergestellt.
Automatisierte Richtlinien helfen Ihnen, Kraftstoff zu sparen, Emissionen zu senken und den Motorverschleiß zu reduzieren – und das bei gleichzeitiger Wahrung von Konsistenz und Fairness.
3. Fahrer anhand realer Daten coachen
Leerlauf geschieht oft aus Gewohnheit – beim Warten im Stau, beim Laufenlassen des Motors während des Beladens oder in Pausen. Das Bewusstsein der Fahrer und gezieltes Coaching sind der Schlüssel, um diese Muster zu ändern.
Daten aus dem Flottenmanagement machen das Coaching einfacher und objektiver. Manager können klare Beispiele für Leerlaufereignisse teilen, die Kosten und Umweltauswirkungen erklären und aufzeigen, wie die Reduzierung von Leerlaufzeiten die Gesamteffizienz verbessert.
Regelmäßiges, positives Coaching hilft den Fahrern zu verstehen, warum dies wichtig ist – und schafft so eine dauerhafte Verhaltensänderung statt nur kurzfristiger Regeleinhaltung.
4. Effizientes Fahren belohnen
Anerkennung ist ein starker Motivator. Indem Sie die Leerlaufzeiten über einen längeren Zeitraum verfolgen, können Sie die Fahrer mit dem effizientesten Fahrverhalten identifizieren und belohnen.
Kleine Anreize – wie Tankgutscheine, interne Auszeichnungen oder öffentliche Anerkennung – helfen dabei, positive Gewohnheiten zu festigen. Dies reduziert nicht nur die Leerlaufzeiten, sondern hebt die Stimmung der Belegschaft und stärkt die Sicherheits- und Nachhaltigkeitskultur Ihres Unternehmens.
5. Routen optimieren, um Staus zu vermeiden
Verkehrsstaus und eine ineffiziente Routenführung sind häufige Ursachen für unnötigen Leerlauf. Intelligente Flottenmanagement-Plattformen nutzen Routenoptimierung und Echtzeit-Verkehrsdaten, um Fahrern zu helfen, Engpässe zu vermeiden, Wartezeiten zu minimieren und die effizientesten Strecken zu planen.
Durch die Optimierung von Routen reduzieren Sie nicht nur Leerlaufzeiten, sondern verkürzen auch die Fahrtstrecken, verbessern Lieferpläne und senken Emissionen – ein Gewinn sowohl für Ihr Unternehmen als auch für die Umwelt.
6. Überprüfen, berichten und kontinuierlich verbessern
Die Reduzierung des Leerlaufs ist keine einmalige Maßnahme. Es handelt sich vielmehr um einen kontinuierlichen Prozess aus Erfassen, Überprüfen und Verbessern.
Nutzen Sie monatliche oder vierteljährliche Berichte, um die Fortschritte Ihrer Flotte zu überprüfen, neue Reduktionsziele festzulegen und Meilensteine zu feiern. Das Teilen dieser Ergebnisse mit Ihren Fahrern stärkt das Verantwortungsbewusstsein und zeigt, wie individuelles Handeln zum Geschäftsergebnis des Unternehmens beiträgt.
Im Laufe der Zeit summieren sich diese kleinen Verbesserungen zu großen Ergebnissen: geringere Betriebskosten, weniger Umweltbelastung und langlebigere Fahrzeuge.
Das große Ganze: Daten in Taten umsetzen
Bei der Reduzierung des Leerlaufs geht es um mehr als nur das Kraftstoffsparen – es geht darum, eine effizientere, nachhaltigere Flotte aufzubauen. Mit moderner Flottenmanagement- und Telematik-Technologie können die KMU in der EMEA-Region die Kontrolle über ihre Abläufe übernehmen, Verschwendung reduzieren und bedeutende Fortschritte in Richtung Effizienz- und Umweltziele machen.
Indem Sie Automatisierung, Coaching und datengestützte Erkenntnisse kombinieren, kann Ihr Unternehmen Leerlaufzeiten in Chancen verwandeln – und so Produktivität, Rentabilität und Nachhaltigkeit gleichermaßen verbessern.
Quellen:
(1)https://www.epa.nsw.gov.au/sites/default/files/d0bd25_0225bb7a5ff64341b5d0657472e36a7c.pdf
(4) https://www.fors-online.org.uk/cms/wp-content/uploads/2016/03/TR127428-02.Procurement-Guide_CR1.pdf
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