Grafik einer Stadt mit einer Verkehrssituation mit unterschiedlichen Fahrzeugen auf einer Straße, Bäumen und anderen bunten Icons.

8 Eco-Driving-Tipps, um Kraftstoff zu sparen

Veröffentlicht am 4. Mai 2022 in Nachhaltigkeit von Geotab |  Lesedauer: 3 Minuten


Von sparsamem Fahren profitieren Fahrzeugbesitzer und die Umwelt.

Wussten Sie, dass Ihre Fahrweise nicht nur die Fahrstrecke und die Fahrzeit, sondern auch den Kraftstoffverbrauch Ihres Fahrzeugs beeinflusst? Mit Eco-Driving können pro Fahrzeug jährlich Hunderte Euro Kraftstoffkosten gespart werden, was einen wichtigen Teil des Nachhaltigkeitsprogramms von Fuhrparks ausmacht.

Was ist Eco-Driving? 

Eco-Driving ist eine kraftstoffsparende Fahrweise, wodurch die Umwelt weniger belastet wird.

Woher kommt der Begriff „Eco-Driving“? Die erste Verwendung des Begriffs „Eco-Driving“ wird der Swedish National Driving School im Jahr 1998 zugeschrieben (auf Englisch). Das Konzept wurde dann Anfang der 2000er-Jahre in einigen europäischen Fahrprogrammen aufgegriffen und seitdem global übernommen.

Was kann Eco-Driving bewirken?

Eco-Driving bringt viele Vorteile mit sich. Laut dem US-Energieministerium (auf Englisch) kann eine aggressive Fahrweise die Reichweite mit einer Tankfüllung um 15–30 % (bei Autobahngeschwindigkeiten) oder 10–40 % (bei Stop-and-Go-Verkehr) reduzieren. Bei immer strengeren Vorschriften zum Kraftstoffverbrauch lohnt es sich, umweltschonende Fahrtechniken einzusetzen, um die CO₂-Bilanz Ihres Fuhrparks zu verbessern. 

 

Vorteile von Eco-Driving laut U.S. Forest Service (auf Englisch):

  • Geringerer Kraftstoffverbrauch und niedrigere Kosten
  • Verringerung der Abgasemissionen, einschließlich CO₂
  • Reduktion des Fahrzeugverschleißes
  • Erhöhung der Sicherheit
Grafik über die Vorteile des Eco-Drivings

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Eco-Driving-Techniken

1. Keine Vollbremsungen

Vermeiden Sie es so weit wie möglich, zu schnell zu beschleunigen und zu bremsen. Nehmen Sie stattdessen, wenn es der Verkehr zulässt, den Fuß vom Gaspedal und lassen Sie das Fahrzeug ausrollen.

 

Plötzliches Beschleunigen und Abbremsen erhöht den Kraftstoffverbrauch und kann den Fahrzeugverschleiß verstärken (auf Englisch). Durch abruptes Bremsen können sich die Bremsbeläge überhitzen, schneller abnutzen und die Bremsscheiben verziehen. 

 

Scharfes Bremsen kann auch das Antiblockiersystem (ABS) Ihres Fahrzeugs unnötigerweise auslösen und so die Bremsleistung beeinträchtigen. Haben Sie ein älteres Fahrzeugmodell ohne ABS, kann scharfes Bremsen zu ungleichmäßigem Verschleiß der Reifenbeläge führen.

2. Langsames Beschleunigen

Der Kraftstoffverbrauch hängt stark von der Arbeitsleistung des Motors ab. Je abrupter und stärker man beschleunigt, desto mehr Kraftstoff wird verbraucht, da der Motor mehr leisten muss. Durch sanfteres Beschleunigen lässt sich Kraftstoff sparen. Toyota (auf Englisch) empfiehlt eine Beschleunigungszeit von 5 Sekunden, um das Fahrzeug von 0 auf 20 km/h zu bringen. Dabei hilft einem die Vorstellung, dass sich unter dem Gaspedal ein Ei befindet, auf das beim Beschleunigen Druck ausgeübt wird.

3. Gleichmäßige Geschwindigkeit

Laut Natural Resources Canada (auf Englisch) kann durch eine Änderung der Geschwindigkeit von 75 km/h auf 85 km/h alle 18 Sekunden der Kraftstoffverbrauch um 20 % steigen. 

 

Versuchen Sie, eine konstante Geschwindigkeit beizubehalten, und nutzen Sie ggf. den Tempomaten, solange dies gefahrlos möglich ist. Es kann auch vorteilhaft sein, die Geschwindigkeit beim Bergauffahren leicht zu reduzieren; bergab gewinnen Sie wieder etwas Geschwindigkeit zurück.

4. Übermäßiges Gewicht reduzieren

Je schwerer Ihr Fahrzeug ist, desto mehr Kraftstoff wird zu dessen Bewegung benötigt. In den letzten Jahren haben Automobilhersteller Materialien und Konstruktionen verbessert, um das Fahrzeuggewicht zu reduzieren. Das Mitführen schwerer Gegenstände und Geräte kann sich dennoch negativ auf den Kraftstoffverbrauch auswirken.

 

Prüfen Sie, ob es Gegenstände gibt, die Sie an diesem Tag nicht benötigen und die Sie aus dem Innenraum oder vom Dach Ihres Fahrzeugs entfernen können. Wenn Sie ein neues Fahrzeug kaufen, sollten Sie ein Modell mit geringerem Hubraum und höherer Kraftstoffeffizienz wählen, das Ihren Fuhrparkanforderungen entspricht.

5. Routen optimieren

Fassen Sie mehrere Fahrten zusammen und planen Sie Ihre Route im Voraus. Bleiben Sie informiert, achten Sie auf Baustellen, und vermeiden Sie nach Möglichkeit Routen, die über viel befahrene Kreuzungen oder Städte führen. 

 

Durch die Routenoptimierung können Sie Leerlaufzeiten minimieren, das Risiko scharfer Bremsungen verringern und die Fahrzeit verkürzen. Wenn Sie einen Fuhrpark verwalten, sollten Sie die Verwendung von Technologietools in Betracht ziehen, die Ihnen bei Einteilung und Routenplanung helfen, um Ihre Ressourcen zu koordinieren.

6. Leerlauf vermeiden

Wussten Sie, dass ein Leerlauf ab 10 Sekunden mehr Kraftstoff verbraucht als das Abstellen und Wiederanlassen des Motors? Laut dem Argonne National Laboratory (auf Englisch) werden täglich schätzungsweise eine Million schwerer Lkw während vorgegebener Pausen im Leerlauf gelassen. Eine Reduktion der Lkw-Leerlaufzeiten (auf Englisch) um 10 % im Jahr steigert die Kraftstoffeffizienz um 1 %.

 

Stellen Sie Ihr Fahrzeug ab, wenn Sie nicht auf der Straße unterwegs und voraussichtlich länger als 60 Sekunden im Leerlauf sind. Wenn die Temperaturregelung einer der Hauptgründe für Leerlaufzeiten ist, sollten Sie in Kabinen- oder Schlafkojenheizungen, Kühlmittelheizungen, Speicherklimaanlagen oder ein andere Geräte zur Reduzierung des Leerlaufs investieren.

7. Den Luftwiderstand verringern

Der Transport von Lasten auf dem Fahrzeugdach erhöht den Luftwiderstand. Dachträger, Kartons oder andere Gegenstände sollten vom Dach des Fahrzeugs entfernt werden. Der Luftwiderstand hat einen entscheidenden Einfluss auf die Kraftstoffeffizienz von Sattelschleppern. Fahrten auf einer Teststrecke haben gezeigt, dass ein einzelnes aerodynamisches Gerät den Kraftstoffverbrauch um 1 bis 5 % senken kann. Die Verwendung mehrerer Geräte konnte den Verbrauch sogar um bis zu 25 % reduzieren.

8. Fahrzeuge warten

Die richtige Wartung Ihrer Fahrzeuge ist nicht nur für die Leistungsfähigkeit, sondern auch für die Kraftstoffeffizienz entscheidend. Earth Easy (auf Englisch) zufolge kann ein nicht entsprechend gewartetes Fahrzeug bis zu 50 % mehr Kraftstoff verbrauchen und 50 % mehr Emissionen ausstoßen als ein ordnungsgemäß instand gehaltenes Fahrzeug. 

 

Prüfen Sie bei der Wartung Ihres Fahrzeugs auch immer den Reifendruck. Ein Lkw-Reifen mit einem um 10 PSI zu geringen Reifendruck wird den Kraftstoffverbrauch um 0,5 - 1,0 % nach oben treiben, so NACFE (auf Englisch). Kaltes Wetter kann ebenfalls ausschlaggebend für den Reifendruck sein, da die Luftdichte durch Kälte steigt. Überprüfen Sie den Reifendruck, sobald es kälter wird, um den optimalen Druck einzustellen.

Warum ist umweltfreundliches Fahren wichtig?

Die Vermeidung ineffizienter Fahrtechniken ist gut für Fahrzeugbesitzer und die Umwelt. Schulungen für Mitarbeiter zum Eco-Driving bieten die Möglichkeit, gemeinsam auf die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens hinzuarbeiten und Kraftstoffkosten zu senken. Wie Sie Ihre Kraftstoffeffizienz verbessern können, erfahren Sie auf unserer Seite zum Kraftstoffmanagement im Fuhrpark. Vereinbaren  Sie eine Demo und sprechen Sie mit einem unserer Experten bei Geotab.


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