Ein Elektrofahrzeug der von einer Reihe von mobilen Solarpanelen aufgeladen wird.

Eine solarbetriebene Odyssee: 40.000 km mit dem E-Auto über den afrikanischen Kontinent

Veröffentlicht am 12. Mai 2023 in Elektromobilität von Geotab Europe Team |  Lesedauer: 2 Minuten


4x4electric ist eine vollständig autarke Expedition mit einem E-Fahrzeug, die sich über 40.000 km von Europa durch Afrika und zurück erstreckt. Geotab arbeitet mit Renske und Maarten zusammen, um sie mit Fahrzeugtelematik und Echtzeit-Informationen bei ihrem Abenteuer zu unterstützen.

Der Umstieg auf elektrische und emissionsfreie Fahrzeuge ist für die meisten von uns eine spannende Entwicklung. Oft geht mit diesem Wandel der Aufbau einer umfassenden Infrastruktur einher. Doch äußern Kritiker häufig ihre Bedenken in Bezug auf die Reichweite von Elektrofahrzeugen und ihre Eignung für lange Strecken.

 

Wir haben uns entschlossen, dem Ganzen eine Schippe draufzusetzen, den afrikanischen Kontinent zu durchqueren und die gesamte Strecke wieder zurückzufahren – insgesamt sind wir damit bei ungefähr 40.000 Kilometern.

 

Während wir diese Zeilen schreiben, haben wir bereits 10.000 km auf unserer Expedition zurückgelegt – unglaublicherweise stammt bisher der größte Teil der verbrauchten Energie ausschließlich von der Sonne.

In Europa werden die meisten E-Fahrzeuge über das Stromnetz aufgeladen, entweder zu Hause oder an öffentlichen Ladestationen. Tatsächlich ist Europa zurzeit der weltweit zweitgrößte Markt für E-Fahrzeugladesysteme.

 

Afrika ist ein deutlich kleinerer Markt und es wird nicht ansatzweise so viel investiert wie in Europa. Das macht es schwieriger, dort weite Strecken mit Elektrofahrzeugen zurückzulegen.

 

Wir fahren in einem umgebauten ŠKODA ENYAQ iV 80. Das Fahrzeug ist mit einer 77 kWh-Batterie ausgestattet. Damit liegt unsere WLTP-Reichweite offiziell bei 537 km. Doch haben wir, wie bereits erwähnt, einige Veränderungen an unserem Auto vorgenommen: Auf dem Dach haben wir ein Zelt montiert, außerdem gibt es einen 50 L umfassenden Wassertank, Kochequipment und Kühlschrank sowie schließlich Solarpaneele, die insgesamt um die 200 kg wiegen. Hinzukommt, dass wir oft auf ungesicherten Straßen unterwegs und damit schwierigen Bedingungen ausgesetzt sind.

 

Natürlich haben wir auch ein Geotab GO9-Gerät installiert, um jeden Kilometer unserer Reise aufzeichnen zu können. Wenn wir während unserer Reise einmal keinen Zugang zu den Kommunikationsnetzwerken haben, erfasst Geotab dennoch die Daten für uns, damit wir sie zu einem späteren Zeitpunkt abrufen können.

Trotz dieser Fülle an Herausforderungen sind wir von Dakhla in Marokko über acht Länder bis zur Küste Ghanas gefahren – allein mit Solarantrieb. Einige dieser Länder haben kein zuverlässiges Stromnetz, geschweige denn Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

 

Dank der Sonne haben wir sozusagen jederzeit unsere eigene Ladestation dabei, die uns mit sauberer und zuverlässiger Energie versorgt. Die Ironie des Ganzen ist, dass unsere Expedition aufgrund dieser Faktoren bisher ganz und gar nicht chaotisch war, wie einige es vielleicht erwartet hätten, sondern ganz im Gegenteil sehr ruhig und entspannt verlaufen ist.

 

Wir haben auf unserer Reise bisher wunderbare Menschen kennengelernt, beeindruckende Geschichten gehört und spannende Nachhaltigkeitsinitiativen gesehen. Sie alle waren sehr erstaunt, was wir mit diesem Fahrzeug bisher schon erreicht haben.

 

Geotab hat uns dabei geholfen, die Fahrzeugdaten für die folgenden Zwecke zu nutzen: Erstens, um unseren Fortschritt in Echtzeit mit unserer Community zu teilen. Zweitens, um die Leistung unseres Fahrzeugs im Laufe der Expedition verstehen zu können. Drittens, um so viele Daten wie möglich zu sammeln, daraus zu lernen und die Erkenntnisse für die Zukunft nutzen zu können.

 

Dazu gehören Daten wie der Fahrzeugstandort, unser Fahrverhalten und Datentrends, Strom-/Energieinformationen und Umgebungsdaten. All diese Informationen werden von dem nachgerüsteten Geotab GO9-Gerät erfasst und an die MyGeotab-Plattform weitergeleitet.

 

Diese Daten ermöglichen es uns, unseren Fortschritt mit unseren Followern zu teilen und zu verstehen, wie sich äußere Einflüsse wie die Temperatur oder die Höhenlage auf den Energieverbrauch auswirken.

 

Darüber hinaus sind wir gespannt darauf, was wir aus diesen Erkenntnissen nach der Expedition lernen können. Wir sind mit dem Fahrzeug in schwierigen Straßen- und Umweltverhältnissen unterwegs und sind daher neugierig, welche Lehren die Branche aus diesem Praxis-Experiment ziehen kann. Zum Beispiel, wie sich die Leistung von Elektrofahrzeugen unter verschiedenen Wetter- und Klimabedingungen verändert, wie es mit der Rekuperation aussieht, was die Langzeitfolgen für die Batterie sind und vieles mehr.

 

Die Automobilindustrie (und unsere Gesellschaft insgesamt) sieht sich mit der Umstellung auf emissionsfreie Transportlösungen im Zuge des vielleicht wichtigsten Wandels aller Zeiten. Wir haben gerade einmal ein Viertel der Strecke zurückgelegt und haben schon jetzt viel über die Nutzung von Elektrofahrzeugen unter schwierigen Bedingungen lernen können. 


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