Futuristisches Bild in blau und türkis

Das EU-Datengesetz: Geotabs Standpunkt zum Thema Datenzugriff

Veröffentlicht am 18. Juli 2022 in Compliance & Data Security von Stefano Peduzzi |  Lesedauer: 1 Minuten


Die Pandemie hat die Umstellung auf digitale Technologien (auch bekannt als digitale Transformation) im Management von Geschäftsprozessen beschleunigt. Das gilt auch für Mikrounternehmen und KMUs.

Daten stellen heutzutage für Fuhrparkbetreiber das wertvollste strategische Gut für das Fuhrparkmanagement dar. Ein offener, direkter Echtzeitzugang zu Fahrzeugdaten ist entscheidend für die Steigerung von Produktivität, Effizienz und Sicherheit.

Das EU-Datengesetz als regulatorische Maßnahme 

Das Datenmanagement ist ein Prozess, der stets weiterentwickelt und aktualisiert werden muss. Das Thema ist angesichts der jüngsten Schaffung eines gemeinsamen europäischen Datenmarktes sehr aktuell. 

 

Die Europäische Kommission hat mir ihrer Initiative zur „Gestaltung der digitalen Zukunft Europas“ und der damit verbundenen „Europäischen Datenstrategie“ im Jahr 2020 klare Linien gesetzt. Europa erhält somit die Chance, weltweit auf einem Markt zu konkurrieren, der einigen Schätzungen zufolge bis 2030 allein mit fahrzeugdatengestützten Diensten 500 Milliarden Euro erwirtschaften wird.

 

Ob Fahrzeugdaten, die Achtung der Privatsphäre während der Datenverarbeitung oder zukünftige Datenschutzdebatten: Das Datengesetz beschäftigt sich mit diesen Fragen und legt das Recht des Nutzers auf Zugang zu den durch die Nutzung des Fahrzeugs generierten Daten fest. Außerdem haben Nutzer die Möglichkeit, dieses Zugangsrecht an den Telematikanbieter ihrer Wahl zu übertragen. 

Das Gesetz beinhaltet auch Überlegungen zum Thema geistiges Eigentum. Dabei wird unterschieden zwischen Daten, die durch die Nutzung eines Produkts oder einer Dienstleistung erzeugt werden und abgeleiteten Daten. Ausschließlich Letztere können vom Recht des geistigen Eigentums geschützt werden.

Ein Bewusstsein für die Datennutzung

Einige Punkte des Datengesetzes erfordern jedoch ein klareres Vorgehen von der Automobilbranche, damit es nicht zu widersprüchlichen Auslegungen kommt oder die Branche in ihrem Wachstum gehemmt wird. 

Einige Datengesetze, wie die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), können sich zu einem zweischneidigen Schwert entwickeln. Zwar setzen sie nützliche Datenschutzstandards, doch können sie Unternehmen auch übervorsichtig machen, was wiederum Innovation und den Einsatz neuer digitaler Technologien bremst.

 

Es muss darüber hinaus stärker zwischen den Prozessen der Datenerzeugung, -erhebung und -übertragung unterschieden werden. Fahrzeuge gehören zu den komplexesten IoT-Geräten auf dem Markt. Die Sensoren moderner Fahrzeuge können mehrere Gigabytes an Daten pro Stunde generieren. Es ist allerdings zurzeit unmöglich, all diese Daten an eine Cloud zu übertragen. Daher sollten Dienstleister dazu in der Lage sein, die für sie passende Strategie für die Datenerhebung und -übertragung festzulegen, damit sie innovative Lösungen entwickeln können, die sowohl Fuhrparkbetreibern als auch Fahrern zugute kommen.

 

Geotabs Standpunkt

Als führender Telematikanbieter ist sich Geotab der Bedeutung von Daten in Sachen Verkehrssicherheit, Nachhaltigkeit und Produktivität bewusst. Als Mitglied von Leaseurope (internationaler Verband der europäischen Leasingbranche) hat Geotab daran mitgewirkt, der Europäischen Kommission Feedback zum Datengesetz zu geben. Dabei wurde insbesondere an die Schlussfolgerung der Kommission vom Dezember 2020 erinnert, dass es notwendig sei, "einen ausgewogenen Rahmen vorzuschlagen, der den Anbietern von Mobilitätsdienstleistungen einen fairen und effektiven Zugang zu Fahrzeugdaten garantiert", und die Verabschiedung spezifischer Regeln zur Unterstützung der Wertschöpfungskette der Automobilindustrie zu fordern.

 

Angesichts der führenden Rolle von Geotab im Bereich des Datenmanagements sind wir nach gemeinsamen Projekten mit OEMs und den gemeinsamen Anstrengungen von Herstellern, Unternehmen, Telematikanbietern und anderen Akteuren um die Definition von Industriestandards durchaus optimistisch. 


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Stefano Peduzzi

Stefano Peduzzi arbeitet seit 2012 bei Geotab.


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