electric vehicle charging

E-volution im Fuhrpark: So treibt Innovation die Elektrifizierung voran

Veröffentlicht am 14. Dezember 2021 in Elektromobilität von Cameron Feil |  Lesedauer: 4 Minuten


Die Weiterentwicklung im Bereich der Elektrofahrzeuge ist in kurzer Zeit enorm vorangeschritten und ihr Einsatz beschränkt sich heute nicht mehr auf kleine Pkw mit geringer Reichweite.

Die Nutzung von Elektrofahrzeugen hat in den letzten fünf Jahren exponentiell zugenommen. Selbst während der COVID-19-Pandemie, als die Pkw-Umsätze im Jahr 2020 weltweit um 16 % zurückgingen, stiegen die Umsätze von Elektrofahrzeugen um 41 % (auf Englisch). In einem kürzlich veröffentlichten Bericht von BloombergNEF (auf Englisch) heißt es: „Heute sind weltweit 12 Millionen Elektrofahrzeuge für den Personenverkehr, eine Million Elektrofahrzeuge für gewerbliche Zwecke und über 260 Millionen elektrische Zwei- und Dreiradfahrzeuge auf den Straßen unterwegs.“ Da Regierungen Vorgaben für strenge Emissionsgrenzwerte umsetzen und der Kampf gegen den Klimawandel immer stärker in den Fokus rückt, ist zu erwarten, dass die Anzahl der Elektrofahrzeuge auf den Straßen weiter zunehmen wird. Unternehmen bietet sich dadurch eine größere Auswahl und die Möglichkeit, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Kurzer Rückblick auf die Geschichte des Plug-in-Elektrofahrzeugs

Obwohl Elektroautos bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts beliebt waren, brauchte es weitere 100 Jahre, bis das moderne Elektroauto sein Debüt gab. In den Neunzigerjahren gab es bereits einige wenige Modelle, wie z. B. den GM EV1, aber es dauerte noch ein weiteres Jahrzehnt, bis der Tesla Roadster, das erste batteriebetriebene Elektrofahrzeug (BEV), und die kompakte Limousine F3DM von BYD, das erste Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeug (PHEV), auf den Markt kamen. Beide Fahrzeuge wurden nur in geringen Stückzahlen produziert, aber sie zeigten deutlich auf, was mit „echten Elektrofahrzeugen“ möglich sein sollte. 

 

Über die nächsten Jahre stieg die Akzeptanz gegenüber Elektrofahrzeugen langsam, aber eine beschränkte Reichweite und wenig Auswahl bei den Modellen führten dazu, dass das Wachstum hauptsächlich auf der Verbraucherseite lag. Mitte der 2010er-Jahre kamen neuere und robustere Fahrzeuge mit zunehmender Reichweite auf den Markt, was die Voraussetzungen für den Fuhrpark der Zukunft radikal veränderte.  

Eignen sich die heutigen Elektrofahrzeuge für Fuhrparkanwendungen?

Die meisten Elektrofahrzeuge, die heute von Fuhrparks genutzt werden, sind leichte Nutzfahrzeuge und Pkw, wobei Transitbusse eine bemerkenswerte Ausnahme darstellen – insbesondere in China . Das ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass sich die vorhandenen Modelle für ihren jeweiligen Einsatz gut eignen. Die meisten neueren BEV, wie der Kastenwagen Fiat E-Ducato, haben eine effektive Reichweite von 320-480 km, was bedeutet, dass sie mit nur einer Batterieladung einen Großteil des täglichen Fahrbedarfs bewältigen. Dank verbesserter Ladetechnologie können diese Elektrofahrzeuge über Nacht vollständig aufgeladen werden und sind so am nächsten Tag wieder einsatzbereit. 

 

Der Bereich, in dem derzeit das größte Wachstum zu beobachten ist, sind leichte bis mittelschwere Nutzfahrzeuge, insbesondere in Branchen wie den Lieferdiensten für die letzte Meile . Bei hoher Auslastung und vorhersagbaren kürzeren Strecken sind Elektrofahrzeuge scheinbar die logische Wahl. Vollelektrische Lieferwagen werden von einigen der größten kommerziellen Fuhrparks der Welt genutzt.

  • Amazon hat 100.000 elektrische Lieferwagen bestellt, die zwischen 2021 und 2024 eingesetzt werden sollen 
  • Die „Green Fleet (auf Englisch)“ von DHL ist Teil ihres Ziels, bis 2050 eine emissionsfreie Logistik zu erreichen
  • Der Fuhrpark von UPS soll ab 2022 seine Elektrofahrzeug Flotte erweitern

Das sind nur einige der Unternehmen, die auf Elektrifizierung setzen. Viele weitere haben sich dazu verpflichtet, sich im Laufe des nächsten Jahrzehnts vollständig von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu verabschieden. Mit der Einführung von elektrischen Pick-ups, wie dem Ford F-150 Lightning, sowie zusätzlichen Modellen bei Transportern oder Step-Vans, wie dem GM Brightdrop EV600, ist zu erwarten, dass mehr Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge umsteigen.

 

Die letzte Branche, die noch fehlt, ist der Lkw-Transport. Im Bereich der Lkw ist die Einführung von Elektrofahrzeugen insgesamt langsamer und vollzieht sich in verschiedene Branchen mit unterschiedlichem Erfolg. Der Langstreckentransport befindet sich beispielsweise noch in der Frühphase der Elektrifizierung, da Transportkapazität und Reichweite hier eine besondere Herausforderung darstellen. Selbst auf dem Markt für Schwerlastfahrzeuge gibt es jedoch einige Fahrzeugoptionen, die derzeit für regionale Transporte und als Terminal-Zugmaschinen eingesetzt werden. 

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Darüber hinaus gibt es bei elektrischen Transit- und Schulbussen erhebliche Fortschritte, und es befinden sich derzeit über eine halbe Million Elektrobusse (auf Englisch) im Umlauf. Auch wenn sie sich aktuell bei der Einführung noch im Rückstand befindet, gerät die Lkw-Transportindustrie zudem immer mehr in den Fokus gesetzlicher Regulierungsvorhaben, da sie einer der großen Verursacher für  Treibhausgasemissionen ist.

 

White van driving on a road towards s city

Welche regulatorischen Vorgaben sollten Fuhrparks im Blick haben? 

Der Kampf gegen den Klimawandel rückt weltweit immer mehr in den Fokus. Regierungen setzen daher verschiedene verkehrspolitische Vorschriften um – von einer zusätzlichen Maut oder anderen Gebühren bis hin zu kompletten Verkaufsverboten von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und der Einführung von emissionsfreien Gebieten. Während alle diese Initiativen das gleiche Ziel verfolgen – die Treibhausgasemissionen zu reduzieren – variieren Methoden und Zieldaten je nach Land, Region oder sogar Stadt.

 

Die Beschränkung des Verkaufs von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ist eine der gängigsten Strategien, die Regierungen verfolgen. Bei der Umsetzung gibt es jedoch verschiedene Ansätze. So wird Norwegen ab 2025 den Verkauf von neuen Pkw, leichten Nutzfahrzeugen und Stadtbussen mit Verbrennungsmotor verbieten. In den Vereinigten Staaten hat Präsident Joe Biden bekanntgegeben (auf Englisch), dass Elektrofahrzeuge bis 2030 einen Verkaufsanteil von 50 % erreichen sollen. Mehrere Bundesstaaten haben jedoch auch ein Verbot von Verbrennungsmotoren bei neuen Pkw ab 2035 eingeführt. Kalifornien hat eine Regelung für die graduelle Abschaffung von mittelschweren und schweren Lkw mit Verbrennungsmotor verabschiedet, wobei mehrere andere Regierungen ähnliche Absichten verlauten ließen.

 

Eine weitere Methode zur Förderung der Elektrifizierung besteht darin, einzuschränken, wo Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor genutzt werden dürfen. Dies wird in der Regel von lokalen Regierungen eingesetzt. Viele europäische Städte haben bereits emissionsfreie Zonen eingeführt, die nur emissionsfreie Fahrzeuge befahren dürfen. 

Da wir allmählich die Auswirkungen der ersten Vorschriften in Ländern, die als Vorreiter gelten, wie Norwegen, Großbritannien und einem Großteil der EU sehen, ist es wahrscheinlich, dass andere Länder ihrem Beispiel folgen. Für Fuhrparks, die weiterhin in diesen Regionen tätig sein möchten, ist es unerlässlich, so schnell wie möglich zu recherchieren, wie sie Elektrofahrzeuge integrieren können, und die individuellen Regeln in den Städten, Gemeinden und Ländern, in denen sie tätig sind, zu verstehen.

Wo können Fuhrparks bei der Planung des Elektrifizierungsprozesses beginnen?

Der genaue zeitliche Rahmen kann variieren, aber eines ist klar – Elektrofahrzeuge verbreiten und etablieren sich immer mehr. Bei der Einführung von Elektrofahrzeugen in Ihren Fuhrpark gibt es einiges zu berücksichtigen. Deswegen ist es sehr wichtig, dass Fuhrparks beginnen, sich mit dem Thema Elektrifizierung auseinanderzusetzen. Dies beginnt mit dem Verständnis der allgemeinen Schritte zur Einführung von Fahrzeugen und der Auswahl eines starken Partners, der den gesamten Prozess der Elektrifizierung unterstützt. 

Geotab bietet umfassenden Support für Elektrofahrzeuge

Der erstklassige Support von Geotab in der Elektrofahrzeug-Landschaft ist durch kontinuierliche Innovation gekennzeichnet. In etwas mehr als einem Jahr konnte Geotab, Anzahl der unterstützten Elektrofahrzeuge verdoppeln, sodass jetzt weltweit 200  Elektrofahrzeug-Modelle (auf Englisch) unterstützt werden. Durch die Unterstützung von einer großen Anzahl von Elektrofahrzeugmodellen können Fuhrparks die Informationen erhalten, die sie benötigen, um ihre Fahrzeuge erfolgreich zu betreiben, unabhängig davon, welche Elektrofahrzeuge der Fuhrpark beschaffen möchte. Mit diesem umfassenden Support können Fuhrparks Echtzeit-Batterieladedaten, den Kraftstoff- und Stromverbrauchsbericht sowie den gesamten Ladeverlauf ihrer Elektrofahrzeuge überwachen. Geotab bietet außerdem eine Reihe von datengesteuerten Tools an, mit denen Fuhrparks Elektrofahrzeuge besser verstehen und ihren Fuhrpark zuverlässig elektrifizieren können.

 

Zusätzliche Tools, die den größten Datensatz für die reale Leistung von Elektrofahrzeugen nutzen: 

Um mehr über die Vorteile einer Elektrifizierung Ihres Fuhrparks und die ersten Schritte zu erfahren, laden Sie sich dieses kostenlose eBook herunter: Der ultimative Leitfaden zur Fuhrparkelektrifizierung .     


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Cameron Feil

Cameron Feil arbeitet seit 2019 bei Geotab.

Ontario, Kanada


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