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E-Auto in der Wüste

Episches Afrika-Abenteuer: 4x4electric hat bereits mehr als 29.000 km zurückgelegt – Blog #2

Zuletzt geupdated am 27. September 2023 in Elektromobilität von Geotab |  Lesedauer: 4 Minuten


Geotab möchte in Zusammenarbeit mit 4x4electric zeigen, wie gut sich Elektrofahrzeuge für lange Strecken eignen

Renske Cox und Maarten van Pel, Gründer von „4x4electric“, umrunden den afrikanischen Kontinent in einem Elektrofahrzeug und haben nun schon über 29.000 km zurückgelegt. Geotab arbeitet mit Renske und Maarten zusammen und unterstützt sie mit Fahrzeugtelematik und Echtzeit-Informationen bei ihrem Abenteuer. 

 

Im zweiten Teil unserer Serie, in der wir sie auf ihrer Reise begleiten, geht es vor allem um die Herausforderungen – und Highlights –, die sie bisher erlebt haben. Und wir wollen wissen, welche Daten sie mithilfe der Geotab-Telematik nutzen. 

 

Geotab: Herzlichen Glückwunsch zu eurer Ankunft in Südafrika! Was habt ihr bisher erlebt?

 

4x4electric: Es war intensiv, sowohl auf gute als auch auf schlechte Weise. Aber hauptsächlich war es gut! Es war nicht immer einfach, aber das gehört bei so einer Unternehmung dazu. 

 

Auf dem Weg von Ghana nach Namibia haben wir mehr als 4 Monate lang keinen blauen Himmel gesehen. Und da wir uns selbst „Solar Farmer“ nennen, war das ziemlich nervig! Aber es ist ganz klar möglich, mit einem Elektrofahrzeug den ganzen Weg zu fahren – das war tatsächlich einfacher als erwartet. Die Solarmodule waren jedoch von entscheidender Bedeutung, da einige Abschnitte unserer Reise kein Stromnetz hatten. Wir fuhren zweieinhalb Monate lang ausschließlich mit Solarenergie, vom südlichen Marokko nach Ghana, das sind etwa 5.500 km.*

 

* Geotab-Dateneinblick – Wenn die gleiche Fahrt mit einem Verbrennerfahrzeug (Benzin) mit einem Verbrauch von durchschnittlich 8 Litern pro 100 km absolviert worden wäre, wären 9,6 Tonnen CO2 ausgestoßen worden.

 

Geotab: Dies ist das erste Mal, dass eine Reise dieser Art sowohl mit Solarenergie als auch mit konventioneller Stromversorgung unternommen wurde. Welcher Anteil der Reise wurde mit Sonnenenergie absolviert? 

4x4electric: Wir sind von Marokko nach Kapstadt nur mit der Energie aus den Solarmodulen gefahren. Das waren 54 % unserer Reise.* Wir haben unsere Solarmodule insgesamt 76 Mal ausgelegt!

 

* Geotab-Dateneinblick – 4x4electric haben Ihr Fahrzeug mit den Solarmodulen für etwas mehr als 235 Stunden aufgeladen, mit durchschnittlich einem Ladevorgang alle 7,5 Stunden. 

 

Geotab: Und wie schwierig ist das im Vergleich zur Verwendung einer Ladestation? 

4x4electric: In gewisser Weise ist es einfacher, da man es überall machen kann und der Strom auch stärker ist, sodass man das Fahrzeug mit Solarmodulen an einem Tag mehr aufladen kann als mit Wandanschlüssen. Allerdings kann man das Fahrzeug nur aufladen, wenn die Sonne scheint – und wir waren während der Regenzeit unterwegs. 

 

Außerdem mussten wir nach einem Ort suchen, an dem wir den gleichen Winkel für alle Module hatten – wenn der Winkel eines Moduls anders ist, kann das die Ladeleistung sehr beeinflussen. Der Winkel zur Sonne hat sich auch verändert, je weiter wir nach Süden kamen – die Ausrichtung betrug 45 Grad nach Süden in Südmarokko, in Kamerun stand die Sonne senkrecht über uns und dann in Südafrika 55 Grad nördlich. Es war schwierig, Orte zu finden, an denen wir genau diese Winkel einstellen konnten. 

 

Geotab: Wie sieht die Ladeinfrastruktur an verschiedenen Orten in Afrika aus?

4x4electric: Südafrika verfügt über ein Schnellladenetzwerk, und in Marokko und Kenia gab es auch einige Ladestationen. In diesen Ländern konnten wir die gleichen Strecken zurücklegen, wie in Europa. Namibia und Angola investieren ebenfalls in ihre Ladeinfrastruktur. 

 

Geotab: Woher wisst ihr, wo ihr die Ladestationen findet? 

4x4electric: Das ist eine gute Frage, und da gab es einige lustige Geschichten. Die beiden Schnellladestationen von Namibia befinden sich in der Hauptstadt und wir wollten sie nutzen, weil wir das ziemlich cool fanden! Als wir dort waren, trafen wir jemanden, der sagte, es gäbe so wenige Elektrofahrzeuge im Land, dass sie eine eigene WhatsApp-Gruppe hätten. Wenn eine Ladestation belegt ist, senden sie eine Nachricht, in der es heißt: „Ich parke neben Ihnen und öffne meine Ladebuchse. Wenn Sie fertig sind, können Sie mein Auto an die Station anschließen.“ 

 

Die App PlugShare zeigt die meisten Ladestationen in den Ländern an, in denen es keine große Ladeinfrastruktur gibt. Wenn man eine gefunden hat, findet man noch mehr. An der Grenze nach Lesotho trafen wir einige Leute, die gerade 6 Einheiten der Stufe 2 installiert hatten, die auf keiner Karte eingetragen waren. Eine davon war in einem Hotel. Wir haben daneben geparkt und die Person am Empfang gefragt, ob wir die Station benutzen könnten. Sie wusste nicht einmal, dass es da eine Station gab. Aber jetzt, nachdem wir sie verwendet haben, steht sie auf unserer Karte, und andere können sie finden. Vielleicht kommen jetzt mehr Elektrofahrzeuge nach Lesotho!

 

Geotab: Wie hat euch die Telematik von Geotab auf eurer Reise geholfen? 

4x4electric: Sie war für uns bei der Routenplanung und für unsere Sicherheit am wichtigsten – mit den Standortdaten, die nahezu in Echtzeit bereitgestellt werden, konnte unsere NGO immer sehen, wo wir uns befinden. Unsere Position wird mit einer Verzögerung von 3 Tagen auch auf unserem Website-Dashboard angezeigt, damit unsere Unterstützer sie verfolgen können. 

 

Wir möchten alle, die unsere Daten nutzen möchten, ermutigen. Wir wollen, dass sie verstehen, wie sich unser Elektrofahrzeug unter verschiedenen Bedingungen verhalten hat, und dass sie uns kontaktieren.  

 

Geotab: Welche Nachhaltigkeitsprojekte, die ihr auf eurer Reise besucht habt, waren am interessantesten? 

4x4electric: Wir hatten das Glück, einige wirklich einzigartige Nachhaltigkeitsinitiativen zu sehen. In Ghana werden Drohnen eingesetzt, um Medikamente in abgelegene Regionen zu bringen. Die Medikamente können viel schneller am Ziel sein, und wie unser Elektrofahrzeug mit Allradantrieb verbraucht die Drohne keinen Kraftstoff. 

 

In Namibia haben wir gesehen, wie sie in großen Mengen Seetang anbauen, um nachhaltigere Nahrungsmittel und vollständig biologisch abbaubare Verpackungen und Düngemittel herzustellen. Es passiert also offensichtlich sehr viel, aber manchmal ist es schwierig, diese Initiativen zu finden. Was wirklich frustrierend war, war, dass die Initiativen manchmal mit uns Kontakt aufgenommen haben, nachdem wir das Land bereits wieder verlassen hatten. 

 

Geotab: Ihr hattet am Anfang einige Ziele. Haben die sich im Verlauf eurer Reise in irgendeiner Weise verändert? 
4x4electric: Nur im Hinblick auf das Aufladen mit Solarmodulen. Unser ursprüngliches Ziel war es, 51 % der Energie, die wir benötigen, mit unseren eigenen Solarmodulen zu gewinnen. Bei der Ankunft in Kapstadt entschieden wir uns jedoch, dieses Ziel aufzugeben, da sie in Südafrika ein nahezu perfektes Ladenetzwerk haben und bald der Winter beginnt, sodass das Aufladen mit Modulen schwierig wäre. Stattdessen gab es dort die perfekte Lösung für uns, und wir wollten sie testen. Dieses Ziel haben wir also aufgegeben. 

 

Geotab: Und wohin geht es von hier aus? Was sind die nächsten Ziele auf eurer Reise?

4x4electric: Wir fahren nach Mosambik zum Schnorcheln – und Fahren! Dann Malawi, Tansania und Kenia.

 

Wir haben uns dann entschieden, das Auto per Schiff aus Kenia transportieren zu lassen, da gerade Krieg im Sudan herrscht. Ebenso wird Äthiopien zunehmend unsicherer, und es ist enorm teuer und schwierig, mit einem ausländischen Auto Äthiopien und Ägypten zu durchqueren. Viele Schifffahrtsunternehmen zögern, wenn es darum geht, ein gebrauchtes Elektroauto zu transportieren. Daher suchten wir nach einer Route, auf der wir diesen Prozess nur einmal durchlaufen müssen und stattdessen so viel wie möglich über Land fahren konnten. Wir reisen also per Schiff nach Südeuropa: Italien, Griechenland oder die Türkei und dann in die Niederlande.

 

Weitere Informationen über die Expedition finden Sie in unserer Pressemitteilung. Oder Sie verfolgen sie auf der Website von 4x4electric und auf ihrem Expeditions-Dashboard. Und wenn Sie den ersten Teil unserer Serie verpasst haben, finden Sie ihn hier


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Haftungsausschluss

Geotabs Blogbeiträge sollen Informationen bereitstellen und Diskussionen über Themen anregen, die für die gesamte Telematik-Gemeinschaft von Interesse sind. Geotab bietet durch diese Blogbeiträge keine technische, professionelle oder rechtliche Beratung an. Obwohl alle Bemühungen unternommen wurden, um sicherzustellen, dass die Informationen in diesem Blogbeitrag zeitnah und genau sind, können Fehler und Auslassungen auftreten, und die hier präsentierten Informationen können Laufe der Zeit veraltet sein.

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