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Foto eines Lieferwagens und eines Mannes, der ein Paket ausliefert.

Wie Last-Mile-Lieferfuhrparks die Geotab-Lösung für sich nutzen

Zuletzt geupdated am 14. Dezember 2022 in Fuhrparkmanagement von Geotab |  Lesedauer: 6 Minuten


Erfahren Sie, wie Last-Mile-Lieferfuhrparks auf erhöhte Nachfrage reagieren.

Online-Shopping ist seit einer ganzen Weile beliebt. Während der Pandemie hat die Nachfrage noch weiter zugelegt. Obwohl einige Verbraucher inzwischen wieder in die Läden gehen, wird der E-Commerce-Trend voraussichtlich langfristig anhalten (auf Englisch). Auch nach der Pandemie sind viele Unternehmen weiterhin hauptsächlich online aufgestellt und versuchen, ihren Online-Kundenstamm zu erweitern. Laut einem Bericht von Internet Retailing (auf Englisch) gaben 70,6 % der Verbraucher an, dass sie jetzt weniger wahrscheinlich in Läden, sondern lieber online einkaufen. 

 

Last-Mile-Lieferfuhrparks verlassen sich heute mehr denn je auf ihre Telematikimplementierung – nicht nur, um die steigende Nachfrage auf sichere und kostengünstige Weise zu erfüllen, sondern auch, um schnell und flexibel auf eine Betriebslandschaft im Wandel reagieren (auf Englisch) zu können. Last-Mile-Fuhrparkkunden von Geotab passen unsere Lösung auf unterschiedliche Weise an ihre Bedürfnisse an.

 

Erkennen von riskantem Fahrverhalten mit intelligenten Kamerasystemen und KI

Zur Erhöhung der Fuhrparksicherheit installieren einige Last-Mile-Fuhrparks Videokameras mit integrierter künstlicher Intelligenz (KI), um riskante Ereignisse zu erfassen. Innovative Lösungen wie die Surfsight-Kameras bieten Technologien wie maschinelles Sehen und künstliche Intelligenz (MV+AI) kombiniert mit Videotelematik und Fahrdaten zur Reduzierung von riskanten Fahrmanövern
 

Sobald die Kamera gefährliches Fahrverhalten erkennt, sendet sie Videoclips über eine drahtlose Verbindung an die Cloud-Plattform, um genaue Fahrtinformationen bereitzustellen. Dank des Zugriffs auf Ereignisclips, Fahrerbewertungen und benutzerdefinierte Videoanfragen können Last-Mile-Lieferfuhrparkmanager besser mit Risiken umgehen, indem sie sie bewerten und die riskantesten Fahrer gezielt coachen lassen.

 

Welche Ereignisse können diese intelligenten Kameras erkennen?

 

Kameras mit Fahrerkabinenausrichtung erkennen automatisch Ablenkungen beim Fahren (auf Englisch), wie z. B.:

  • Verwendung eines Mobiltelefons
  • Essen
  • Rauchen
  • Betätigung des Sicherheitsgurts
  • Schläfrigkeit 

Kameras mit Straßenausrichtung erfassen Ereignisse, die auf rücksichtsloses Fahren hindeuten, wie z. B.:

  • Beinahezusammenstöße und Auffahrunfälle 
  • Dichtes Auffahren
  • Harsches Bremsen
  • Scharfe Kurvenfahrten
  • Beschleunigen bei gelber Ampelschaltung
  • Geschwindigkeitsüberschreitungen

Diese Kamerasysteme ermöglichen es Managern, sich auf die Kontrolle, Verwaltung und Bewertung vorhersehbarer Risiken zu konzentrieren, und bieten darüber hinaus auch Fahrern die Möglichkeit, wichtige Momente mit nur einem Tastendruck festzuhalten. 

 

Statistiken unterstreichen, wie wichtig es ist, den Fokus kontinuierlich auf die Sicherheit zu richten. Nach den jährlichen Verkehrsunfalldaten der National Highway Traffic Safety Administration (auf Englisch) des US-amerikanischen Verkehrsministeriums aus dem Jahr 2020 kamen in den USA 38.824 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Bei 45 % der tödlichen Unfälle zeigten die Pkw-Fahrer mindestens eine der folgenden riskanten Verhaltensweisen: überhöhte Geschwindigkeit, Alkoholkonsum oder nicht angelegter Sicherheitsgurt. Ablenkung beim Fahren hat Alkohol am Steuer als Hauptunfallursache überholt, und in der Regel sind 10 % der Fahrer für 40 % der Schadenskosten eines Fuhrparks verantwortlich. In Anbetracht dieser Punkte profitiert jedes Unternehmen mit einem großen oder kleinen Fuhrpark von Daten, die Aufschluss darüber geben, welche Fahrer auf welchem Niveau geschult werden müssen.

 

In gewerkschaftlich organisierten Fuhrparks ist es manchmal schwierig, ein Kamerasystem einzubauen, das die Fahrer aufzeichnet. Unsere Geotab Marketplace-Partner bieten jedoch innovative Kameralösungen an, die in der Lage sind, das Geschehen auf der Straße und in der Fahrerkabine zu verstehen, ohne den Fahrer selbst aufzuzeichnen. Bei dieser Art von System werden Fahrer nicht erfasst, können aber trotzdem für ihr Fahrverhalten zur Verantwortung gezogen werden.

Optimierte Streckenpläne für Elektrofahrzeuge

Beim Einsatz von Elektrofahrzeugen in einem Lieferzyklus sind besondere Überlegungen zu berücksichtigen, die für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor nicht gelten. Wenn zum Beispiel der Kraftstoffvorrat eines Fahrzeugs zur Neige geht, kann der Fahrer einfach einen kurzen Abstecher zur nächsten Tankstelle machen. Bei Elektrofahrzeugen ist das nicht so einfach. Wenn die Batterie eines Elektrofahrzeugs fast leer ist, kann der Ladevorgang je nach Ladegerät mehrere Stunden dauern. Glücklicherweise hat sich dieses Problem im Laufe der Zeit entschärft, da E-Fahrzeuge dank besserer Batterietechnologie mit einer einzigen Ladung weitere Strecken fahren können. Mit der richtigen Planung können Elektrofahrzeuge ihre Strecken ohne Zwischenstopps zurücklegen und aufgeladen werden, wenn sie wieder im Depot sind. Elektrofahrzeuge haben in der Regel wesentlich geringere Gesamtbetriebskosten als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, und aufgrund der hohen Auslastung werden Last-Mile-Fuhrparks durch die Umstellung auf Elektrofahrzeuge eher Geld sparen. 

 

Wenn sie herausfinden möchten, ob Elektrofahrzeuge für sie geeignet sind, nutzen viele Kunden mit Last-Mile-Lieferfuhrparks verschiedene Tools von Geotab, darunter die Eignungsbeurteilung für Elektrofahrzeuge (EVSA)

 

Das EVSA-Tool analysiert die individuellen Fahrprofile eines Fuhrparks sowie das Fahrverhalten und ermittelt, welche Fuhrparkfahrzeuge am besten für den Umstieg auf Elektrofahrzeuge geeignet sind. Dabei werden Fragen wie die folgenden berücksichtigt:

  • Wie lang ist die maximale Strecke, die das Fahrzeug an einem Tag zurücklegen wird?
  • Wie hoch sind die aktuellen Betriebskosten für das Fahrzeug?
  • Wie lange und wo parkt das Fahrzeug?

Nachdem die Bewertung abgeschlossen ist, wissen Last-Mile-Fuhrparks, ob Elektrofahrzeuge die benötigte Reichweite bieten, und erhalten die nötigen Informationen, um die beste Entscheidung für ihren Fuhrpark zu treffen, u. a.:

  • Personalisierte Marken- und Modellempfehlungen, die Folgendes berücksichtigen: Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen auf dem lokalen Markt, Leistung von Elektrofahrzeugen bei extremen Wetterbedingungen und finanzielle Aspekte bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen
  • Berichte zu vermiedenen CO₂-Emissionen/Kraftstoffverbrauch
  • Potenzielle Kosteneinsparungen über die Lebensdauer der Fahrzeuge

Ist Ihr Fuhrpark bereit für den Weg zur E-Mobilität? Im Fleet Electrification Knowledge Center (auf Englisch) erhalten Sie Einblicke und können mit Ihrer Recherche beginnen.

Vorhersagen und Vermeiden von Batterieausfällen mit Big Data

Mit Geotab haben Last-Mile-Fuhrparks Zugriff auf eine der größten organisch gewachsenen Datensammlungen von Fahrzeugdaten, mit der sie Dateneinblicke zur Optimierung ihrer Betriebsabläufe gewinnen können. Diese Fuhrparks gehen die Zusammenarbeit mit dem Data & Analytics-Team (auf Englisch) von Geotab kreativ an. 


Vorausschauende Wartung

Wenn ein Fahrzeug mitten in einer Lieferroute nicht anspringt, kann das nicht nur zu unzufriedenen Kunden mit verspäteten Lieferungen führen, sondern auch den Ruf des Last-Mile-Lieferfuhrparks negativ beeinflussen. Verzögerungen und Ausfälle können darüber hinaus zu kostspieligen Problemen führen, wie z. B.:

  • Verdorbene Waren
  • Zeitverlust
  • Verzögerungen in der Lieferkette
  • Abschleppdienste

Um dies zu vermeiden, müssen Last-Mile-Fuhrparks Teile austauschen, bevor sie ausfallen. Ein zu früher Austausch wäre jedoch ebenfalls kostspielig. Wie können diese Fuhrparks also besser vorhersagen, wann ein Teil ausfällt, um es zum richtigen Zeitpunkt auszutauschen?

 

Es gibt viele Variablen, die zum Ausfall einer Komponente beitragen. Der Zustand anderer Fahrzeugkomponenten wirkt sich auf den Lebenszyklus eines Teils aus, z. B. Fahrverhalten, Wetter und Straßenbedingungen. Es gibt oft zu viele Variablen und komplexe Muster, als dass ein Mensch einen Ausfall zuverlässig vorhersagen könnte. Daher verlassen sich viele Unternehmen auf eine vorbeugende Wartung auf der Grundlage gängiger Ausfallraten. Dies führt jedoch zu unnötiger Wartungszeit und Kosten für unversehrte Teile.

 

Bei dieser Frage können Last-Mile-Fuhrparks von Geotabs Big-Data-Umgebung profitieren. Geotab zielt darauf ab, mithilfe von Big Data den Ausfallzeitpunkt so präzise wie möglich zu ermitteln. So kann ein Fuhrpark die Wartung so lange hinauszögern, bis sie wirklich notwendig ist, was Zeit und Kosten spart. Die vorausschauende Wartungslösung von Geotab nutzt eine große Menge und Vielfalt an Daten, von der Betriebs- und Anlassspannung über den Reifendruck und die Öltemperatur bis hin zu Motorsystemfehlern, um Modelle zur Vorhersage von Komponentenausfällen zu entwickeln.

 

Anwendung in der Praxis: Vorhersage von Batterieausfällen

Ein Kunde von Geotab mit einem Fuhrpark von über 70.000 Fahrzeugen wollte seine vorausschauenden Wartungspläne verbessern. Das Unternehmen nahm Verbindung mit dem Data & Analytics-Team von Geotab auf, um die Big-Data-Umgebung von Geotab zu nutzen und eine Möglichkeit zur Vorhersage von Batterieausfallraten zu finden. 

 

Der Kunde wollte primär einen Prozess entwickeln, bei dem Batterien frühestens drei Wochen vor dem endgültigen Ausfall ersetzt werden. Geotab begann damit, die Muster in den Spannungsdaten der Kundenfahrzeuge während des Zündvorgangs zu analysieren, um spezifische Signale zu ermitteln, die darauf hinweisen, dass die Batterie kurz vor dem Ausfall steht. Da es je nach Fahrzeugtyp Unterschiede gab, wurde jedes Fahrzeug bewertet und mit anderen Fahrzeugen mit ähnlichen Eigenschaften gruppiert. Anschließend konnte Geotab eine Bewertung elektrischer Systeme (auf Englisch) erstellen. 

 

Mit der ESR (Electrical System Rating, Bewertung des elektrischen Systems) wird der Status des elektrischen Systems eines Fahrzeugs auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet. Sie wird täglich berechnet und bietet ein gemeinsames Bewertungssystem für alle Fahrzeugtypen, Marken und Modelle, Motoren und Kraftstoffarten in einem leicht verständlichen Format. Anhand dieser Daten kann Geotab vorhersagen, wann eine Batterie kurz vor dem Ausfall steht, und automatisch einen Arbeitsauftrag an das Fuhrparkteam des Kunden senden. Mit diesen Informationen war der Kunde in der Lage, das Fahrzeug zum richtigen Zeitpunkt aus der Rotation zu nehmen und sicherzustellen, dass Batterieausfälle nicht zu einer Panne während des Lieferzyklus führen. 
 

Das Ergebnis:

  • Reduzierung der Pannenhilfe-Anforderungen und -Kosten um 12 %
  • Reduzierung des Batteriewechsels im Straßenverkehr (Premium-Preis) um 26 %
  • Reduzierung des gesamten Batteriewechselvolumens um 2,7 %
  • Interne Personaleinsparungen von 9 %, vor allem durch die Reduzierung von Diagnoseaufgaben und Batteriewechsel

Bestätigen der Fahrzeugdesinfektion über Geotab Drive 

Last-Mile-Lieferfuhrparks nutzen Geotab Drive als Teil ihrer neuen Desinfektionsprotokolle. Hier können Sie der Checkliste für die Inspektion nach der Fahrt einen Desinfektionsschritt oder einen ganzen Abschnitt zur Reinigung des Fahrzeugs hinzufügen. Wenn Fahrzeuge von mehreren Fahrern genutzt werden, ist die Reinigung und Desinfektion noch wichtiger.

 

Im Rahmen des Protokolls werden die Lieferfahrzeuge nach jeder Schicht in Bereichen mit hohem Kontakt desinfiziert (auf Englisch), damit die Gesundheit der Fahrer geschützt wird. Sobald die Reinigung abgeschlossen ist, bringt der Fahrer ein Schild mit der Aufschrift „Dieses Fahrzeug wurde desinfiziert“ im Fahrzeug an, was im Inspektionsprotokoll nach der Fahrt (auf Englisch) aufgenommen wird. Dadurch ergibt sich eine gegenseitige Kontrolle: Der nächste Fahrer weiß, dass das Fahrzeug, das er nun benutzt, bereits desinfiziert wurde.

 

Telematik kann Last-Mile-Fuhrparks bei der Anpassung und Innovation unterstützen

Die Anpassung an eine sich ständig verändernde Betriebslandschaft ist für viele Last-Mile-Lieferfuhrparks an der Tagesordnung. Mit einem kundenorientierten Ansatz und einem Fokus auf Innovationen stellt die Telematik von Geotab Last-Mile-Fuhrparks zuverlässig genau die Tools bereit, die sie benötigen, um sich schnell an neue und bestehende Fuhrparkherausforderungen anzupassen.
 

Wir würden gerne mit Ihnen besprechen, wie die Telematiklösungen von Geotab Ihnen und Ihrem Unternehmen helfen können, die Herausforderungen von heute und morgen zu meistern. Wenn Sie weitere Informationen wünschen, vereinbaren Sie noch heute einen Beratungstermin mit einem unserer Branchenexperten!

 


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Haftungsausschluss

Geotabs Blogbeiträge sollen Informationen bereitstellen und Diskussionen über Themen anregen, die für die gesamte Telematik-Gemeinschaft von Interesse sind. Geotab bietet durch diese Blogbeiträge keine technische, professionelle oder rechtliche Beratung an. Obwohl alle Bemühungen unternommen wurden, um sicherzustellen, dass die Informationen in diesem Blogbeitrag zeitnah und genau sind, können Fehler und Auslassungen auftreten, und die hier präsentierten Informationen können Laufe der Zeit veraltet sein.

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